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Somaliland
2011-2013

Somaliland

Hintergrund:
Der Staat Somalia wird heute oft mit Piraterie, Terrorismus und Staatszerfall assoziiert. Dabei wird  vergessen, dass mit Somaliland eine vergleichsweise stabile und friedliche Republik im Nordwesten des Landes entstanden ist. Somaliland erklärte im Jahr 1991 seine Unabhängigkeit von Somalia, welche jedoch nie international anerkannt wurde. 
Somaliland ist sehr arm und die Bevölkerung leidet oft grossen Hunger. Deshalb horten Zehntausende in Wohnhäusern oder Ställen nicht explodierte Munition aus den Grenzkriegen mit Äthiopien. Die Bevölkerung hofft, das Metall der Minen und Geschosse verkaufen zu können - oft ist sie sich der davon ausgehenden Gefahr  nicht vollumfänglich bewusst. Deshalb ist Aufklärung dringend notwendig. Ein Team aus vorwiegend lokalen Mitarbeitenden hält in den Dörfern Schulungen ab; sie gewinnen schnell das Vertrauen der Anwesenden. Zahlreiche Munitionsdepots werden von Betroffenen preisgegeben und kompetente Fachleute entschärfen resp. zerstören Munition und Geschosse anschliessend an einem sicheren Ort.
 
Partner vor Ort: 
Unser Partner vor Ort ist die Danish Demining Group (DDG). 
 
Aktivitäten 2013:
Im Jahr 2013 führte die Danish Demining Group 12 Sensibilisierungsworkshops durch, wovon 6 vollumfänglich von WoM finanziert wurden. Insgesamt nahmen 972 Personen (149 Frauen und 823 Männer) als Vertreter von 120 Dörfern an den Veranstaltungen teil und wurden auf die Gefahren von Munitionslagerung für die zivile Bevölkerung aufmerksam gemacht. In der Folge waren viele Betroffene motiviert, Informationen über Munitionsdepots zu geben. Als direkter Erfolg dieser Sensibilisierung konnten 182 zivile Besitzer von explosiven Kriegsmaterialrückständen identifiziert werden, davon waren 117 bereit, ihren hochgefährlichen Besitz abzugeben. Um auch Personen zu erreichen, die nicht an den Workshops teilgenommen hatten, besuchten spezialisierte Teams die Dorfgemeinschaften erneut. Insgesamt konnten so 1‘701 explosive Kriegsmaterialrückstände in Besitz von Zivilpersonen sowie 81 explosive Kriegsmaterialrückstände bei öffentlichen Plätzen geortet und an einem sicheren Ort vernichtet werden.
 

Laos
2008 - 2009

Bergkarabach 2016-2017: Räumung von Streumunition

Hintergrund: 

Der Streit um die Region Bergkarabach (Nagorno Karabakh) im Südkaukasus dauert schon seit Jahrzehnten an. Der Krieg zwischen 1992-1994 forderte 30‘000 Tote und hatte Hundertausende von Flüchtlingen zur Folge. 1994 erfolgte eine fragile Waffen­ruhe, jedoch stehen sich seither Bergkarabach und Aserbaidschan an der militarisierten Zone (sogenannte „Line of Contact“) bewaffnet gegenüber.

Am 1. April 2016 entbrannten die seit 1994 heftigsten Kämpfe, die am 5. April durch ein Waffen­still­stands­­ab­kommen beendet wurden. Nebst schweren konventionellen Waffen entlang der Kontaktlinie wurden auch Streumunition durch Artilleriegeschosse des Typs LAR 160 in der Gegend der bewohnten Dörfer Nerkin Horatagh und Mokratagh eingesetzt. 

 

Partnerorganisation:

Welt ohne Minen arbeitet mit der Partnerorganisation HALO Trust. 

 

Aktivitäten 2016-2017:

Entminung und Freigabe von Agrarland bei den Dörfern Nerkin Horatagh and Mokhratagh: Ein achtköpfiges Entminungsteam säubert in dieser Zeitspanne die kontaminierte Fläche von 862‘000 m2 unterhalb der Oberfläche.

Soforteinsätze und Risk Education: Ein zweites Team bestehend aus fünf Mitgliedern führt auf Anfrage von Landnutzern Soforteinsätze durch, um gesichtete Kampfmittel zu beseitigen. Dieses Team sensibilisiert die betroffene Bevölkerung auch für die bestehende Gefahr.  

Burundi
2007-2008

Projekt Bubanza

Projektdauer: Oktober 2007-November 2008
Fläche: 23'038 m2
Kosten: CHF 143'000

Wir unterstützten die Arbeit der FSD (Fondation Suisse de Déminage) und des MACC (Burundi Mine Action Center). Durch die Entminung wurde der Zugang zur Wasserversorgung wieder gewährleistet, Schulgebäude und umliegendes Gelände wurde gesäubert, elektrische Leitungen konnten wieder in Gebrauch genommen werden und vorallem konnte landwirtschaftlich nutzbares Gebiet der Bevölkerung zurück gegeben werden. Rund 40% der Landfläche werden in Burundi für die Landwirtschaft und als Weideland gebraucht.

Ebenfalls Gegenstand dieses Projektes war die Gefahrenschulung für die ansässige Bevölkerung sowie Auffrischung der Kenntnisse in erster Hilfe für die Entminungsteams.

Burundi ist das am dichtesten bevölkerte Land in ganz Afrika und eines der ärmsten Länder weltweit. Knapp 70% der Menschen sind von der Armut unmittelbar betroffen.

Aserbeidschan
2007-2008

Projekt ERT (Emergency Response Team)

Projektdauer: August 2007-Dezember 2008
Entminte Fläche: 778'855 m2
Kosten: CHF 355'510

Das ERT ist eine Entminungstruppe, deren Mitarbeiter die best qualifizierten Entminer von ANAMA (Azerbaijan National Agency for Mine Action) sind. Ihre Arbeit ist vielfältig und setzt grosse Erfahrung und breite Kenntnisse in verschiedenen Entminungsmethoden voraus.

Es konnten 49 Häuser, drei Gärten, drei Schulhäuser und deren Umgebung gesäubert und von explosiven Kriegsrückständen befreit werden. Grundstücke für den Wiederaufbau von Häusern, Zufahrtsstrassen und Felder für die Selbstversorgung von insgesamt 1'200 Menschen wurden freigegeben .

Kambodscha
2004

Material zum Entminen

Kosten: CHF 36´000

Nach einer Anfrage von Co-Operaid Schweiz haben wir uns entschlossen, ein Minenräumungsprojekt in Kambodscha zu unterstützen. Wir haben der Entminungsorganisation MAG (Mine Advisory Group) Material finanziert, welches sie zum Entminen brauchte: Sicherheitswesten, Helme, Generatoren, Funkgeräte und drei Motorräder.

Mosambik
2010

Projekt Minenschulung Radio

Projekt: Radioserie (Folgeprojekt)
Kosten: US $ 46'2200
Ausstrahlung: Portugiesisch+4 lokale Dialekte

Ziel des Projektes war die Gefahrenschulung in ländlichen, abgelegenen Regionen, die keinen Zugang zu Informationen haben. Durch Radio können in Mosambik ca. 60-70% der Menschen erreicht werden. Es ist extrem beliebt und dadurch eines der besten Kommunikationsmittel überhaupt. Entstanden sind Sendungen in Zusammenarbeit mit direkt Betroffenen, welche ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit Minen schilderten. Die Serie "Passo a Passo" wurde als Hörspiel für das Radio, zusätzlich im digitalen Format produziert und 2010 ausgestrahlt. Das Projekt darf als sehr erfolgreich bezeichnet werden.
Unsere Partner waren CMFD und FORCOM.

Projekt Minenschulung Film/Theater

Projekt: Cinemarena/Amocine (Folgeprojekt)
Kosten: € 20'000
Nutzniesser: Ganze Manica/Inhambane Provinz

Ziel des Projektes war die Gefahrenschulung durch Kino und Theater in abgelegenen Gebieten. Minenunfälle sind hier häufig und haben oft gravierende Folgen. Theater und Film sind aussergewöhnliche Ereignisse und entsprechend ist ihnen grösste Aufmerksamkeit seitens der Bevölkerung garantiert.

2010 wurden 18 Ortschaften aufgesucht und die Bevölkerung mit Dokumentarfilmen und Theaterstücken zum Thema Minen sensibilisiert. Bei den Veranstaltungen waren zwischen 250 und 1600 Zuschauer anwesend, je nach Grösse des Dorfes. Es konnten somit fast 12'000 Menschen in entlegenen Gebieten auf die Gefahr von Minen aufmerksam gemacht und in der Unfallvermeidung unterrichtet werden.

2009

Projekt Minenschulung Radio

Projektdauer: Frühling/Sommer 2009
Kosten: CHF 49'000

Ziel des Projektes war die Gefahrenschulung in ländlichen, abgelegenen Regionen, die keinen Zugang zu Informationen haben. Durch Radio können in Mosambik ca. 60-70% der Menschen erreicht werden. Es ist extrem beliebt und dadurch eines der besten Kommunikationsmittel überhaupt. Unsere Partner waren CMFD und FORCOM. Die Serien wurden in Portugiesisch und vier weiteren Landessprachen ausgestrahlt.

Projekt Minenschulung Film/Theater

Projektdauer: Frühling/Sommer 2009
Kosten: CHF 32'000

Ziel des Projektes war die Gefahrenschulung durch Kino und Theater in abgelegenen Gebieten. Minenunfälle sind hier häufig und haben oft gravierende Folgen. Theater und Film sind aussergewöhnliche Ereignisse und entsprechend ist ihnen grösste Aufmerksamkeit seitens der Bevölkerung garantiert.

Unser Partner vor Ort war CinemArena, ein Team von italienischen Filmtechnikern und Schauspielern aus Mosambik. Das Team ist seit 2002 mit grossem Erfolg in der Gefahrenschulung tätig.

2008

Projekt Ncolo (Provinz Maputo)

Projektdauer: bis Ende April 2008
Fläche: 600'000 m2
Kosten: CHF 475'000

Die Bevölkerung in Ncolo ist sehr arm, weil der Zugang zu Wasser und den Feldern durch Minen blockiert ist. Auch die Schule konnte wegen der Minengefahr nicht besucht werden. Betroffen waren total 237 Familien. Das gesamte Gebiet wurde fachgerecht entmint und freigegeben.

2007

Gaza Provinz, Maqueze: Entminung Dorf

Fläche: 258´261 m2
Kosten: CHF 259´777

Das Maqueze Minenfeld wurde zwischen August und November entmint. Zwei Teams mit je 13 Entminern spürten 69 Minen und 9 UXOs auf und räumten sie aus einer Tiefe bis 13 cm - von Hand! Anschliessend konnte die riesige Fläche der Bevölkerung übergeben werden.
Während der Entminung wurden sowohl die im Gebiet Ansässigen als auch das Entminungsteam über AIDS aufgeklärt.
Maqueze ist ein Dorf, in dessen Umgebung ca. 12´381 Leute wohnen. Es liegt im Norden von Maputo und kann per Auto erreicht werden. Die Fahrt dauert jedoch etwa sechs Stunden und die Strassen sind nicht asphaltiert.

2000-2006

Provinz Manica, Mosambik: Entminung von sieben Dörfern

Fläche: 361´275 m2
Kosten: CHF 732´921

Die Dörfer Nhanthuthu, Nhassacara, Nhacunguro, Tambachena, Nhazondo, Matolanzembe und Mahomwe sowie deren Umgebung wurden fachgerecht entmint. Zusätzlich wurde in allen Dörfern Minenschulung durchgeführt.

1999-2000

Provinz Sofala, Canda, Gorongosa: Wichtige Lebensräume zurückgewinnen

Fläche: 77´550 m2, Gesamtprojekt: 3'600'000 m2
Kosten: CHF 101´567

Innerhalb der Provinz Sofala galt der Distrikt Gorongosa vor dem Bürgerkrieg als die ertragreichste Gegend. Das ebene Land ist äusserst fruchtbar, denn auch während der Trockenzeit gibt es hier Flüsse und Bäche, die für die Ganzjahresbewirtschaftung der Äcker genügend Wasser führen.
Wir brachten den Stein für das Projekt der GTZ (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) mit einem Initialbeitrag ins Rollen. Dank grosser weiterer Geldsummen konnte die Region per Ende Dezember 2000 entmint bzw. gesichert werden: 360 Hektaren wurden direkt und damit über 1´000 Hektaren indirekt wieder zugänglich gemacht. Per Anfang 2001 wurde für acht Gemeinden mit insgesamt 92´000 Menschen die definitive Rückkehr zu einem normalen Leben möglich. Die positive Aufbruchstimmung erlebt heute auch der Gorongosa-Nationalpark (3´500 km2), der Dank Unterstützung des WWF wieder aufgebaut und geöffnet wurde. Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel sind hier in freier Natur zu sehen.

Diverses
1997 - heute

Schweiz: Sensibilisierung der Schweizer Bevölkerung, Öffentlichkeitsarbeit

Dokumentation der generellen Entwicklung in der Minenproblematik sowie Information von Behörden, Medien, Organisationen und der Schweizer Bevölkerung über die Situation in verminten Gebieten mittels Pressearbeit und eigenen Aktionen.

2004 - 2006

Schweiz: Technische Entwicklung einer Entminungs-Maschine

Kosten: CHF 25'000

Die Organisation Digger DTR, Tavannes, ist in der Minenräumung tätig. Eine Gruppe junger, enthusiastischer Ingenieure entwickelte in monatelanger, zum Teil unbezahlter Arbeit ein kostengünstiges Panzer-Minenräumgerät, das handlicher und gegen Druckwellen resistenter ist als die bis anhin bekannten.

2001

Nordalbanien: Lastwagen

Kosten: CHF 15´000

Wir finanzierten einen Lastwagen für den Schweizerischen Verband für Minenräumung.

2000

4 Toyotas, Grenzgebiet Kosovo-Albanien

Kosten: CHF 10´000

Im Jahr 2000 begann der Schweizerische Verband für Minenräumung (SVM) ein Entminungsprojekt im Grenzgebiet Kosovo-Albanien zu evaluieren. Da sich das IKRK sehr gefährlichen Arbeitsbedingungen gegenüber sah, erteilte es dem SVM den Auftrag, den Hilfsteams drei Mannschaften zur Begleitung an ihre Einsatzorte zur Verfügung zu stellen. Wir unterstützten diese Arbeit mit der Finanzierung von vier Toyota Land-Cruisern.

2000

Unterstützung Buch: Vergessene Minenfelder

Kosten: CHF 4´565